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1 + 2.| Konzert

SA 20.00 Uhr
SO 19.30 Uhr

Beethovens fünf Klavierkonzerte
SA | 27.08.16
SO | 28.08.16
Münchener Kammerorchester

Mehr als 60 Jahre nach seiner Gründung präsentiert sich das Münchener Kammerorchester heute als Modellfall in der deutschen Orchesterlandschaft. Mehr als siebzig Uraufführungen hat das Kammerorchester seit 1995 zu Gehör gebracht. Komponisten wie Iannis Xenakis, Wolfgang Rihm und Jörg Widmann haben für das Kammerorchester geschrieben; allein seit 2006 hat das MKO Aufträge u.a. an Thomas Larcher, Mark Andre und Peter Ruzicka vergeben.

1950 von Christoph Stepp gegründet, wurde das Münchener Kammerorchester von 1956 an über fast vier Jahrzehnte von Hans Stadlmair geprägt. 1995 übernahm Christoph Poppen die Künstlerische Leitung und begründete das unverwechselbare dramaturgische Profil des Klangkörpers, welches von seinem Nachfolger Alexander Liebreich seit 2006 weiter geschärft wurde. Ab der Saison 2016/17 wird Clemens Schuldt neuer Chefdirigent des MKO. Die 26 fest angestellten Streicher sind zu einem Ensemble gewachsen, das über eine enorme stilistische Vielseitigkeit verfügt. Agil schalten die Musiker etwa von historisch informierten Interpretationen barocker und klassischer Werke auf die anspruchsvollen Spieltechniken zeitgenössischer Musik um. Im Zusammenwirken mit einem festen Stamm erstklassiger Solobläser aus europäischen Spitzenorchestern profiliert sich das MKO als schlank besetztes Sinfonieorchester, das dank seiner besonderen Klangkultur auch in Hauptwerken Beethovens, Schuberts oder Schumanns interpretatorische Maßstäbe setzen kann. Namhafte Gastdirigenten und eine Reihe herausragender internationaler Solisten sorgen regelmäßig für weitere künstlerische Impulse. Rund sechzig Konzerte pro Jahr führen das Orchester auf wichtige Konzertpodien in aller Welt. In den letzten Spielzeiten standen u.a. Tourneen nach Asien, Spanien, Skandinavien und Südamerika auf dem Plan. Mehrere Gastspielreisen unternahm das MKO in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut, u.a. nach Moskau und in die aufsehenerregende Akademie 2012 in Nordkorea, bei der das Orchester die Gelegenheit hatte, mit nordkoreanischen Musikstudenten zu arbeiten.

Bei ECM Records sind Aufnahmen des Orchesters mit Werken von Karl Amadeus Hartmann, Sofia Gubaidulina, Isang Yun und Toshio Yosokawa erschienen. Weitere Einspielungen mit dem MKO wurden bei Sony Classical veröffentlicht, u.a. eine CD mit Rossini-Ouvertüren sowie zusammen mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks das Requiem von Gabriel Fauré (ECHO Klassik 2012), die c-Moll-Messe von Mozart sowie im Mai 2014 das Mozart-Requiem.

Alexander Lonquich
Klavier

Alexander Lonquich (* 28. August 1960) studierte Klavier bei Astrid Schmid-Neuhaus, Paul Badura-Skoda und Ilona Deckers. Mit 16 Jahren gewann er den ersten Preis beim Concorso Pianistico Internazionale Alessandro Casagrande, dem 1966 gegründeten internationalen Klavierwettbewerb im italienischen Terni. Danach begann er eine intensive internationale Konzerttätigkeit als Solist und Kammermusikpartner und spielte unter der Leitung von Dirigenten wie Claudio Abbado, Heinz Holliger, Ton Koopman, Mark Minkowski, Kurt Sanderling und Sándor Végh mit Orchestern wie den Wiener Philharmonikern, dem Tonhalle Orchester Zürich, dem Royal Philharmonic Orchestra, dem Philharmonischen Orchester von Luxemburg und dem hr-Sinfonieorchester. Eine langjährige, durch mehrere CD-Einspielungen dokumentierte Zusammenarbeit verbindet ihn mit Frank Peter Zimmermann. Für Aufsehen sorgte seine Mitwirkung bei der Uraufführung von einem „Choreografischen Konzert“ von Sasha Waltz und Mark Andre, mit der die Internationale Stiftung Mozarteum ihre Mozartwoche 2012 eröffnete. Hier traf er erneut mit Carolin Widmann zusammen, mit der er bereits 2008 beim Eröffnungskonzert der Salzburger Festspiele Olivier Messiaens „Quatuor pour la fin du temps“ interpretiert hatte. Über die 2012 veröffentlichte Schubert-Einspielung mit der Violinistin meinte Lonquich, dass dabei oft nicht eindeutig sei, welchem Instrument die Führungsrolle zukomme: „Da vollzieht sich eine fortwährende Verschiebung der Gewichtung, die mich beinahe an Ligeti erinnert. Besonders faszinierend für unser Zusammenspiel im Duett ist es, dass wir einander in dieselbe Richtung folgen müssen, uns dabei jedoch nie zu nahe kommen dürfen. Wir müssen einen gemeinsamen Atem entwickeln und zugleich unsere Autonomie wahren.“

Lonquich konzertiert auf allen bedeutenden europäischen Festivals sowie bei Gastspielen in Japan, den USA und Australien nicht nur als Solist, sondern auch in der Doppelfunktion als Dirigent/Solist mit Orchestern wie der Camerata Salzburg, dem Kammerorchester Basel, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und dem Mahler Chamber Orchestra. Zudem ist er Kammermusikpartner von Künstlerkollegen wie dem Auryn Quartett, Carolin Widmann und Frank Peter Zimmermann.

Programm

Ludwig van Beethoven
Samstag
Klavierkonzert Nr. 2, B-Dur, op. 19
Klavierkonzert Nr. 1, C-Dur, op. 15
Klavierkonzert Nr. 3, c-Moll, op. 37

Sonntag
Klavierkonzert Nr. 4, G-Dur, op. 58
Klavierkonzert Nr. 5, Es-Dur, op. 73



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