2. Konzert

SA | 21.10.17 | 19.30 Uhr
Duoabend

Programm 2017/2018

Es gehört seit Jahrzehnten zum Konzept des Vereins junger Kaufleute, langjährige Kontakte – auch zu den großen Konzertagenturen – mit besonderem Engagement zu pflegen. Immer wieder gelingt es uns, daraus ganz besondere Auftritte in Leer möglich zu machen.

2. Konzert | SA | 21.10.17 | 19.30 Uhr

Duoabend

Tabea Zimmermann

Tabea Zimmermann erhielt im Alter von drei Jahren ihren ersten Bratschenunterricht, zwei Jahre später begann sie mit dem Klavierspiel. An ihre Ausbildung bei Ulrich Koch an der Musikhochschule Freiburg schloss sich ein Studium bei Sandor Végh am Mozarteum in Salzburg an. Eine Reihe von Wettbewerbserfolgen krönte ihre Ausbildung, darunter erste Preise beim Concours International in Genf 1982 und beim Wettbewerb „Maurice Vieux“ in Paris 1983. Dort erhielt sie als Preis eine Bratsche des zeitgenössischen Geigenbauers Etienne Vatelot, auf der sie seitdem spielt. Ab 1987 bis zu dessen Tod im Jahr 2000 konzertierte sie regelmäßig mit ihrem Ehemann David Shallon. Seit Oktober 2002 ist sie Professorin an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin, wo sie mit ihren drei Kindern lebt.

Als Solistin arbeitet sie regelmäßig mit den weltweit bedeutendsten Orchestern: den Berliner Philharmonikern, dem London Symphony Orchestra und dem Israel Philharmonic Orchestra.

Besondere Höhepunkte der Saison 2016/17 waren Tabea Zimmermanns Konzert mit Freunden im Radialsystem Berlin anlässlich ihres 50. Geburtstages im Oktober 2016, das gemeinsame Konzert beim Musikfest Berlin mit Ensemble Resonanz sowie die Uraufführung von Michael Jarrells Bratschenkonzert mit dem Orchestre National des Pays de la Loire unter Pascal Rophé, mit weiteren Aufführungen im Laufe der Saison mit den Wiener Symphonikern unter Ingo Metzmacher, dem Orchestre de la Suisse Romande unter Pascal Rophé und dem Konzerthausorchester Berlin unter Mario Venzago.

Tabea Zimmermann hat das Interesse vieler zeitgenössischer Komponisten für die Bratsche geweckt und zahlreiche neue Werke in das Konzert- und Kammermusikrepertoire eingeführt. Im April 1994 brachte sie erstmalig die ihr gewidmete Sonate für Viola solo von György Ligeti zu Gehör. Ihre Interpretation des Werkes, das sie anschließend in London, Paris, Jerusalem, Amsterdam und Japan spielte, fand euphorischen Anklang bei Publikum und Presse. Seitdem hat sie auch Heinz Holligers Recicanto für Viola und Orchester, das Bratschenkonzert Nr. 2 über die Linie IV von Wolfgang Rihm, Notte di pasqua von Frank Michael Beyer und das Doppelkonzert von Bruno Mantovani gemeinsam mit Antoine Tamestit uraufgeführt.

Das Hindemith-Jahr 2013 nahm Tabea Zimmermann als Anlass, bei myrios classics eine hochgelobte Gesamteinspielung aller Bratschenwerke von Paul Hindemith vorzulegen. Insgesamt dokumentieren rund 50 CDs, die unter anderem bei EMI, Teldec und der Deutschen Grammophon erschienen sind, Tabea Zimmermanns musikalisches Schaffen. Bei Ars Musici liegt eine Aufnahme des Konzertes im Beethoven-Haus Bonn vor, bei dem sie, begleitet von Hartmut Höll, auf Beethovens eigener Bratsche spielt.

Für ihr künstlerisches Wirken ist Tabea Zimmermann sowohl in Deutschland als auch im Ausland mehrfach ausgezeichnet worden, unter anderem mit dem Frankfurter Musikpreis, dem Internationalen Preis der Accademia Musicale Chigiana in Siena und dem Paul-Hindemith-Preis der Stadt Hanau. Unter ihrer Ägide findet seit Januar 2015 jedes Jahr die Beethoven-Woche Bonn statt. Tabea Zimmermann ist Stiftungsratsmitglied der Hindemith-Stiftung mit Sitz in Blonay, Schweiz, und Botschafterin der Bundesstiftung Kinderhospiz.

Thomas Hoppe

Als Pianist des ATOS Trios konzertiert er weltweit. Verschiedene CD-Aufnahmen liegen vor, und Tourneen bringen die Musiker regelmäßig in die USA, nach Australien und durch ganz Europa: Zukünftige Highlights beinhalten wiederholte Einladungen zur Wigmore Hall und Carnegie Hall, Konzerte im Concertgebouw Amsterdam, Kennedy Center Washington, Teatro Colon Buenos Aires und der Alten Oper Frankfurt.

Auch mit dem „ensemble 4.1 piano windtet“ (Klavier & Bläserquintet) konzertiert Hoppe weltweit, unter anderem in ganz Europa und den USA, aber auch im Libanon, Algerien, der Türkei oder Pakistan. Die erste CD „origins“ (2015) wurde von der Presse hervorragend aufgenommen.

Hoppe ist offizieller Klavierpartner bei verschiedenen internationalen Wettbewerben (Indianapolis, Queen Elisabeth Brüssel, Joseph Joachim Hannover) für die verschiedensten Instrumente und Gesang.

Er unterrichtet Meisterkurse in Korrepetition und Kammermusik in Deutschland, England, Chile, USA, China und Australien. Er wirkt außerdem als Kammermusiktutor an der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker und an der Staatsoper Berlin.

Hoppe wurde in Bad Kreuznach geboren und war Jungstudent am Peter-Cornelius-Konservatorium in Mainz. 1993 ging er in die USA, um bei Lee Luvisi zu studieren. Später spezialisierte er sich an der Juilliard School of Music in New York City auf Lied- und Instrumentalbegleitung, und war Studiobegleiter für Dorothy Delay und Itzhak Perlman.

Programm

Paul Hindemith
Bratschensonate op. 25 Nr. 4

Johann Sebastian Bach
Sonate für Viola da Gamba und Klavier Nr. 2 in D-Dur BWV 1028

Shulamit Ran
Perfect Storm

Robert Schumann
„Märchenbilder“ für Klavier und Viola op. 113

Dmitri Schostakowitsch
Sonate für Viola und Klavier, op. 147