8. Konzert

SO | 15.04.18 | 19.30 Uhr
Kammerorchester

Programm 2017/2018

Es gehört seit Jahrzehnten zum Konzept des Vereins junger Kaufleute, langjährige Kontakte – auch zu den großen Konzertagenturen – mit besonderem Engagement zu pflegen. Immer wieder gelingt es uns, daraus ganz besondere Auftritte in Leer möglich zu machen.

8. Konzert | SO | 15.04.18 | 19.30 Uhr

Kammerorchester

Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim

Ein frischer und packender musikalischer Zugriff und stilistische Vielfalt von der Alten bis zur Neuen Musik sind die Erkennungszeichen des Südwestdeutschen Kammerorchesters Pforzheim. Das in der Basis mit vierzehn Musikern aus sieben Nationen besetzte Ensemble ist eines der ganz wenigen Full-time-Kammerorchester. So wird eine außergewöhnliche Homogenität und Flexibilität des Klangbildes möglich, die auch in größerer Besetzung mit Bläsern und weiteren Streichern aus einem festen Musikerstamm erhalten bleibt. 

Gegründet wurde das Südwestdeutsche Kammerorchester im Jahr 1950 von dem Hindemith-Schüler Friedrich Tilegant. Rasch fand das Ensemble internationale Anerkennung: Man sprach vom „Tilegant-Sound“, der bei den Festspielen in Salzburg, Luzern und Leipzig und auf weltweiten Konzertreisen zu hören war. Maurice Andre, Dietrich Fischer-Dieskau, Frans Brüggen und Yehudi Menuhin waren nur einige der musikalischen Größen, mit denen das „Südwestdeutsche“ zusammenarbeitete. Nach der Tilegant-Ära wurde das Orchester vor allem durch Paul Angerer, Vladislav Czarnecki und zuletzt Sebastian Tewinkel (2002-2013) geprägt. Mit Beginn der Konzertsaison 2013/14 hat Timo Handschuh die Position des Künstlerischen Leiters übernommen, um zukünftig Klang, Stilistik und Programmatik des Ensembles zu prägen und weiterzuentwickeln.

In jüngerer Zeit musizierte das Kammerorchester mit international bekannten Solisten wie Nigel Kennedy, Mischa Maisky, Cyprien Katsaris, Christian Tetzlaff oder Lars Vogt und war in ganz Europa, in den USA und in Japan zu Gast.


Matthias Kirschnereit – Klavier

Der ECHO Klassik-Preisträger Matthias Kirschnereit wird von der Süddeutschen Zeitung als „Poet am Klavier“ gefeiert. Dabei folgt er seinem künstlerischen Ideal, den musikalischen Empfindungsreichtum, den erzählerischen Ausdruck und damit überhaupt die menschlichen Züge in der Musik aufzuspüren und zu vermitteln. Er konzertierte mit Klangkörpern wie dem Tonhalle Orchester Zürich, den Bamberger Symphonikern, Camerata Salzburg sowie dem MKO und arbeitete mit Dirigenten wie Hartmut Haenchen, Bruno Weil, Christopher Hogwood, Michael Sanderling und Alexander Liebreich.

Unter seinen kammermusikalischen Partnern finden sich Namen wie Christian Tetzlaff, Sharon Kam, Daniel Müller-Schott, Felix Klieser, Nils Mönkemeyer, Kit Armstrong, das Klenke-, Vogler- und Verdi-Quartett. Seit 2012 ist er Künstlerischer Leiter der Gezeitenkonzerte Ostfriesland.

Er hat über 30 CDs veröffentlicht, darunter Maßstab setzende Gesamteinspielungen der Klavierkonzerte Mozarts und Mendelssohns oder Referenzaufnahmen außergewöhnlichen Repertoires wie der Klavierkonzerte Julius Röntgens und der Orgelkonzerte Händels in einer eigenen Klavierfassung.

Geboren in Westfalen, verließ er im Alter von neun Jahren Deutschland, um mit seiner Familie nach Namibia auszuwandern. Als 14-Jähriger kehrte er allein nach Deutschland zurück und wurde Jungstudent in Detmold. Künstlerische Impulse erhielt er durch die Zusammenarbeit mit Murray Perahia, Claudio Arrau und Oleg Maisenberg. Die in seiner internationalen Konzerttätigkeit gewonnene Erfahrung gibt er als Professor an der Hochschule Rostock an kommende Generationen weiter. In seiner Freizeit interessiert er sich für Malerei, Fußball und Italienische Küche; er lebt mit seiner Familie in Hamburg.


Lena Neudauer – Violine

Lena Neudauer, 1984 in München geboren, begann im Alter von drei Jahren mit dem Geigenspiel. Mit 11 Jahren kam sie in die Klasse von Helmut Zehetmair an das Mozarteum Salzburg. Internationale Aufmerksamkeit errang Lena Neudauer, als sie 15-jährig spektakulär den Leopold-Mozart-Wettbewerb in Augsburg gewann und auch nahezu alle Sonderpreise erhielt.

„Ich wollte nicht mit 15 in Hotels leben und ständig auf der Bühne sein“, sagte sie und entschied sich gegen den frühzeitigen Beginn einer Star-Karriere. Stattdessen ging sie ihrem Geigenunterricht nach und studierte bei Christoph Poppen, Helmut und Thomas Zehetmair. Sie übte intensiv Klavier, spielte viel Kammermusik und Neue Musik, aber auch in einer Rockband, heiratete und freute sich über die Geburt ihrer Kinder. Ihre Offenheit für die unterschiedlichsten musikalischen Richtungen hat Lena Neudauer immer weiter entwickelt: sei es bei Boulez und seiner „Lucerne Festival Academy“, bei der Beschäftigung mit historisch-informierter Spieltechnik oder bei intensiven Studien der Musik Mozarts, zu der sie eine besondere Affinität hat.

Seit dem Herbst 2016 hat sie wie ihre langjährige Weggefährtin Julia Fischer eine Professur an der Musikhochschule München. Lena Neudauer spielt eine Lorenzo Guadagnini von 1743 und eine Philipp Augustin von 2010.

Programm

Felix Mendelssohn Bartholdy
Sinfonie Nr. 2 D-Dur für Streicher

Franz Schubert
Rondo A-Dur für Violine und Streichorchester D 438

Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert für Klavier und Orchester A-Dur KV 414

Felix Mendelssohn Bartholdy
Konzert d-Moll für Violine, Klavier und Streichorchester