Programm 2022/2023 – 2. Konzert

SA | 12.11.22 | 19.30 Uhr

Christoph Prégardien – Tenor

Die klare und präzise Stimmführung von Christoph Prégardien, sowie seine intelligente Diktion, gepaart mit der Fähigkeit, sich in den psychologischen Kern einer Rolle zu begeben, machen Christoph Prégardien zu einem der bedeutendsten lyrischen Tenöre unserer Zeit. Mit Julius Drake trat er u. a. beim Chopin and his Europe Festival in Warschau, im Berliner Boulez Saal sowie mehrfach bei der Schubertiade Schwarzenberg/Hohenems auf. Weitere Liederabende gab er u. a. mit Michael Gees beim Oxford Lieder Festival sowie mit Roger Vignoles in‘s-Hertogenbosch.

Häufig ist Christoph Prégardien als Solist bei großen internationalen Orchestern zu erleben, so mit den Berliner und Wiener Philharmonikern, dem Concertgebouworkest Amsterdam, dem Philharmonia Orchestra London sowie dem San Francisco Symphony Orchestra und arbeitete mit Dirigenten wie Barenboim, Metzmacher und Thielemann zusammen. 

Seine langjährige Erfahrung als Sänger der großen Evangelisten-Partien und die intensive Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Nagano, Chailly, Herreweghe und Gardiner sind für Christoph Prégardien ideale Voraussetzung, sich diesem Repertoire auch als Dirigent zu nähern. Seit dem internationalen Erfolg seines Dirigierdebüts 2012 mit dem Ensemble Le Concert Lorrain und dem Nederlands Kamerkoor leitet er renommierte Klangkörper wie das Balthasar-Neumann-Ensemble oder das Collegium Vocale Gent. 

Die Schubert-CD „Poetisches Tagebuch“ (mit Julius Drake) wurde mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik 2016 ausgezeichnet. Zu den neuesten CDs gehören mit dem Vox Orchester eingespielte Kantaten von Telemann und Bach, bei denen er erstmals als Bariton zu hören ist, sowie eine neue Aufnahme von Schumanns „Dichterliebe“ und Wagners „Wesendonck-Liedern“. 

Nach mehreren Jahren an der Hochschule für Musik und Theater Zürich unterrichtet er neben weltweiten Meisterkursen seit 2004 als Professor an der Musikhochschule Köln.

Franziska Hölscher – Violine

Die Geigerin Franziska Hölscher ist eine der vielseitigsten Musikerinnen der jüngeren Generation. Sie war und ist als Solistin, Kammermusikerin und Festivalleiterin Gast in der Berliner Philharmonie und dem Konzerthaus Berlin, dem Concertgebouw Amsterdam und im Rudolfinum Prag. Sie konzertiert bei der Bachwoche Ansbach, dem SHM-Festival, dem Rheingau Musik Festival und beim Heidelberger Frühling. 

Von Anbeginn ihrer Karriere hatte das Zusammenspiel mit Kollegen einen festen Platz in ihrem Repertoire. Seit ihrem Debüt mit Martha Argerich gehören Kit Armstrong, Martin Helmchen, Severin von Eckardstein und Andreas Ottensamer zu ihren Partnern. Mit dem Autor Roger Willemsen verband sie eine künstlerische Freundschaft. Mit ihm entwickelte sie das Bühnenprogramm „Landschaften“, das sie zusammen mit der Schauspielerin Maria Schrader und der Pianistin Marianna Shirinyan eingespielt hat und das
seitdem in den Bestseller-Listen geführt wird.

In Heidelberg geboren und ausgebildet von Ulf Hoelscher, Nora Chastain und Reinhard Goebel, erhielt sie bereits in jungen Jahren Preise bei bedeutenden internationalen Wettbewerben.

Franziska Hölscher ist Künstlerische Leiterin der Kammermusikreihe „Klangbrücken“ im Konzerthaus Berlin, und seit 2018 auch der Kammermusiktage Mettlach. Gemeinsam mit Kit Armstrong übernahm sie 2021 die künstlerische Leitung der Musiktage Feldafing.

Jens Peter Maintz – Violoncello

Jens Peter Maintz genießt einen hervorragenden Ruf als vielseitiger Solist, gefragter Kammermusiker sowie als erfolgreicher Celloprofessor. Er studierte bei David Geringas und besuchte Meisterkurse u. a. bei Heinrich Schiff, Boris Pergamenschikow und Siegfried Palm. Im Jahre 1994 gewann er den 1. Preis beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD, der bis dahin im Fach Cello 17 Jahre lang nicht vergeben worden war. Einige Jahre sammelte er wertvolle
Orchestererfahrung als Solocellist des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin und bereiste auch als Mitglied des renommierten Trio Fontenay die Welt. Seit 2006, damals auf Einladung von Claudio Abbado, ist Jens Peter Maintz Solocellist des
Lucerne Festival Orchesters. Seine Solistenkarriere brachte ihn mit Dirigenten wie Vladimir Ashkenazy, Herbert Blomstedt, Reinhard Goebel und Bobby McFerrin zusammen. Er musizierte dabei
u. a. mit dem RSO Berlin, dem MDR Sinfonieorchester Leipzig und dem Tokyo Symphony Orchestra. Ebenso ist Jens Peter Maintz ein überaus gefragter Kammermusiker: Er ist Mitglied der renommierten Konzertreihe „Spectrum Concerts Berlin“ und musiziert mit KammermusikpartnerInnen wie Janine Jansen, Boris Brovtsyn sowie mit Hélène Grimaud, Isabelle Faust, Antoine Tamestit oder dem Artemis- und Auryn-Quartett. Für seine CD mit Solowerken von Bach, Dutilleux und Kodaly wurde Jens Peter Maintz mit dem ECHO-Klassik ausgezeichnet. Er spielt das „Ex-Servais“-Cello von Giovanni Grancino aus dem Jahre 1697.

Daniel Heide – Klavier

Daniel Heide zählt zu den gefragtesten Liedbegleitern und Kammermusikern seiner Generation. Er studierte in Weimar bei Prof. Ludwig Bätzel und erhielt wegweisende Anregungen bei Christa Ludwig und Dietrich Fischer-Dieskau. Als Liedbegleiter und Kammermusikpartner ist er regelmäßiger Gast bei renommierten Festivals wie der Schubertiade Schwarzenberg/Hohenems, dem SHM-Festival und dem Rheingau Musikfestival. Er gastierte in den wichtigsten europäischen Konzertsälen wie den Philharmonien in Berlin, Köln und Paris, den Konzerthäusern Wien und Dortmund, dem Prinzregententheater München, der Wigmore Hall London, dem Concertgebouw Amsterdam sowie der Tonhalle Zürich. Eine intensive Zusammenarbeit verbindet ihn dabei mit SängerInnen wie u. a. Andrè Schuen, Simone Kermes, Katharina Konradi, Britta Schwarz und Sheva Tehoval. Als Partner in Sonatenabenden konzertierte er mit SolistInnen wie Tabea Zimmermann, Antje Weithaas, Harriet Krijgh und dem Mandelring-Quartett. Daniel Heide liebt die Arbeit im melodramatischen Kontext (Programme mit Christian Brückner, Sky Dumont und Udo Samel). In Berlin und Weimar unterrichtete er Liedgestaltung, Kammermusik und Korrepetition. Diese Arbeit setzt er aktuell in Meisterklassen und privaten Coachings fort. 

Seine erste CD mit Liedern von Robert Schumann, Hugo Wolf und Frank Martin, die er gemeinsam mit dem Bariton Andrè Schuen aufgenommen hat, wurde 2016 mit dem ECHO Klassikpreis in der Kategorie „Bester Nachwuchssänger“ ausgezeichnet.

Programm

F. Schubert
Klaviertrio Es-Dur D 897 „Notturno“ Ausgewählte Lieder für Tenor und Klavier bzw. Klaviertrio

L. v. Beethoven
Klaviertrio B-Dur op. 11 „Gassenhauer“ Sonate C-Dur op. 102/1 für Violoncello
und Klavier Volkslieder (teilw. aus op. 108: „Schottische Lieder“)