Programm 2019/2020 – 5. Konzert

SA | 18.01.20 | 19.30 Uhr

Brahms Ensemble Berlin

Mit dem Jahr 2010 stellte sich das Brahms Ensemble Berlin, das ausschließlich aus Streichern der Berliner Philharmoniker besteht, seinem Publikum vor: Rachel Schmidt & Raimar Orlovsky (Violine), Matthew Hunter (wird in Leer nicht dabei sein) & Julia Gartemann (Viola) sowie Christoph Igelbrink (Violoncello).

„Die Berliner Philharmoniker verbindet eine weltweit einzigartige Nähe zur Musik von Johannes Brahms“, schrieb einmal ein Kritiker für die New York Times nach einem Auftritt der „Berliner“ in der Carnegie Hall. Dieser Tradition folgend fühlt sich das Brahms Ensemble eng verbunden und stellt das großartige Kammermusikrepertoire von Johannes Brahms in den Mittelpunkt seiner Programmkonzeption. Hierbei sollen nicht nur die Streicherwerke (Sextette, Quintette und Quartette) sondern auch die Werke z.B. mit Klavier (Trios, Quartette, Quintett) oder das Klarinettenquintett eine zentrale Rolle spielen. Johannes Brahms ist für die „Berliner“ sicherlich der Komponist, um den sich alles dreht. Dennoch gilt es für die sechs Musiker darüber hinaus die Brahms’sche Musik auch mit Komponistennamen wie Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Schubert, Felix Mendelssohn-Bartholdy oder Robert Schumann zu verbinden.

Als Kammermusikpartner spielte das Ensemble bisher mit Markus Groh und Martin Helmchen (Klavier), Andreas Ottensamer und Karl-Heinz Steffens (Klarinette) sowie Radek Baborak (Horn) zusammen.

Das Brahms Ensemble Berlin ist jährlich in die Kammermusikkonzerte in der Berliner Philharmonie eingebunden und gastiert regelmäßig bei den Osterfestspielen der Berliner Philharmoniker in Baden-Baden, wo es im April 2020 zum Beethovenjahr im Rahmen eines „philharmonischen Beethovenmarathons“ mit dem Streichquartett op. 59/2 zu hören sein wird.

Lise de la Salle – Klavier

Mit gerade einmal neun Jahren gab die 1988 geborene Pianistin ihr erstes Konzert, welches live von Radio France übertragen wurde. Bereits zwei Jahre später begann sie ihr Studium am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris, welches sie 2001 mit der höchsten Auszeichnung abschloss. Anschließend wechselte sie in die Meisterklasse von Bruno Rigutto.

Lise de la Salle kann eine beeindruckende internationale Karriere vorweisen. Ihre Konzerttätigkeit führt sie in die Musikmetropolen weltweit. Regelmäßig spielt sie mit den Orchestern unter Dirigenten wie Fabio Luisi, Mario Venzago, Robin Ticciati, Antonio Pappano, James Gaffigan, Karl-Heinz Steffens, Clemens Schuldt, Lawrence Foster und Dennis Russell Davies.

Eine erste CD mit Werken von Ravel und Rachmaninow, von der Kritik unisono mit Begeisterung aufgenommen, war 2002 der Beginn ihrer Zusammenarbeit mit dem Label Naïve Classique. Lise de la Salles insgesamt sechs Aufnahmen erhielten hohe Auszeichnungen, wie (mehrmals) den „Diapason d’Or“ und den „Editor‘s Choice Award“ von Gramophone. 2013 feierte Naïve die zehnjährige Zusammenarbeit mit der Erscheinung des Doppelalbums „a portrait“. Im Mai 2014 wurde ihre Solo-CD mit Werken von Schumann veröffentlicht.

Von 2013 bis 2015 war Lise de la Salle “Artist in Residence” von Philharmonia Zürich. Unter der Leitung von Fabio Luisi spielte sie alle 5 Klavierkonzerte von Rachmaninow. Die CD-Box mit dem Live-Mitschnitt der Konzerte erschien im Oktober 2015. Im November 2017 veröffentlichte Naïve Classique ihr neues Album „Bach Unlimited“. Die Einspielung beinhaltet Werke von Johann Sebastian Bach, vier Auftragswerke von Thomas Enhco, Franz Liszt und Albert Roussel.

In der Saison 2018/19 debütierte Lise de la Salle bei dem Royal Philharmonic Orchestra unter Rafael Payare in der Royal Festival Hall London. Wiedereinladungen führen sie unter anderem zum Detroit Symphony Orchestra unter Karina Canellakis, Frankfurter Rundfunk-Symphonie-Orchester und Andres Orozco-Estrada, Münchener Kammerorchester, Atlanta Symphony Orchestra unter Lionel Bringuier, Bergen Philharmoniker unter Thierry Fischer, sowie ins Louvre Paris, in die Tonhalle Zürich, in das KKL Luzern, in die Alice Tully Hall New York und in die Wigmore Hall London.

Programm

Johannes Brahms
Klavierquintett f-Moll op. 34

Robert Schumann
Klavierquintett Es-Dur op. 44