Programm 2019/2020 – 4. Konzert

MI | 11.12.19 | 20.00 Uhr

Helsinki Baroque Orchestra

Das Helsinki Baroque Orchestra zählt zu jenen Ensembles, die sich jedem sofort einprägen. Mit seinem frischen, unverwechselbaren Stil, Alte Musik zu präsentieren, spricht es die Zuhörer unmittelbar an. Inzwischen hat das Orchester in ganz Europa seine Visitenkarte abgegeben, und die Liste der Konzertsäle, in denen es debütierte, ist wirklich beeindruckend. Kein Wunder also, dass das Helsinki Baroque Orchestra inzwischen von den wichtigsten Veranstaltern und Festivals weltweit zu Konzerten eingeladen wird.

Das finnische Orchester besticht mit seinen durchdachten Programmen, die häufig Erstaufführungen von wiederaufgefundenen oder rekonstruierten Werken enthalten. Die Musiker widmen sich aber auch – mit ebenso großer Hingabe und Begeisterung – den wohlbekannten Stücken, die dann oft in einem ganz neuen und nicht selten kontroversen Licht erscheinen.

Obwohl das Orchester inzwischen jedes Jahr einige Monate in der ganzen Welt unterwegs ist, bleibt es natürlich weiterhin eine feste Größe im finnischen Musikleben. Schon seit Jahren steht es unter der Schirmherrschaft des Bürgermeisters von Helsinki, und 2011 wurde im neueröffneten Helsinki Music Centre mit einem Gala-Konzert eine seither monatlich stattfindenden Konzertserie ins Leben gerufen, die nur unterbrochen wird für die Sommerkonzerte auf Suomenlinna.

 

Aapo Häkkinen

Seit 2003 künstlerischer Leiter des Helsinki Baroque Orchestras und von Haus aus Cembalist, hat Häkkinen diesem mit seinem musikalischen Sachverstand, seinem fundierten Repertoirewissen und seinen Visionen einen unverwechselbaren Stempel aufgedrückt. Zahlreiche bekannte Musiker sind immer wieder willkommene Gäste, darunter u.a. Isabelle Faust, Reinhard Goebel, René Jacobs, Julia Lezhneva, Enrico Onofri und Skip Sempé.

Dmitry Sinkovsky – Countertenor, Violine, Leitung

Der Geiger, Dirigent und Sänger Dmitry Sinkovsky verkörpert ein einmaliges Zusammentreffen von russischer Virtuosität und italienischer Cantabilità, die durch philologische Kompetenz, Energie und hervorragendes Einfühlungsvermögen vertieft wird. Seine drei Musikdisziplinen führen in ihm einen inneren Dialog und sind gepaart mit einer erstaunlichen Virtuosität. So ist seine Musik immer ein Geschenk für das Publikum, sowohl live als auch auf Aufnahmen.

Sinkovsky studierte Violine am Moskauer Konservatorium, und nach seinem Abschluss 2005 begann er, sich für das frühe Repertoire zu interessieren. Die Barockgeigerin Maria Leonhardt überzeugte ihn schließlich, sich ganz der Barockgeige und der historischen Aufführungspraxis zuzuwenden.

Ab 2007 widmete Sinkovsky sich außerdem seiner Karriere als Countertenor. Händels Opern gehören für ihn so selbstverständlich zum Repertoire wie Solokantaten und Oratorien. Seine Fähigkeit, direkt zwischen Violine und Gesang hin- und herwechseln zu können, beeindruckt und begeistert sein Publikum immer wieder aufs Neue.

Sinkowsky ist mit vielen renommierten Ensembles für Alte Musik verbunden, darunter Il Giardino Armonico, Il Complesso Barocco, Musica Petropolitan, das belgischen Ensemble B´Rock sowie dem Helsinki Baroque Orchestra. Im Jahr 2011 gründete Dmitry zudem sein eigenes Orchester „La Voce Strumentale“, das auf historischen Instrumenten spielt. Das Ensemble veröffentlichte zwei CDs  und tritt auf den wichtigsten internationalen Festivals und den größten Konzertsälen auf. Als Chefdirigent war Sinkowsky 2018 beim Seattle Symphony Orchestra und wird regelmäßig vom Detroit Symphony Orchestra eingeladen. Weiterhin dirigierte er bereits das spanische Nationalorchester, Sinfonietta Riga, Musica Aeterna, Kremerata Baltica und das Kammerorchester Tallinn.

Dmitry ist Professor am Moskauer Staatskonservatorium und künstlerischer Leiter des Orlando Furioso Festivals in Dubrovnik.

Programm

Johann Christian Bach
Sinfonia in D, Op. 18/6

Johann Sebastian Bach
Cembalo-Konzert in D-Dur, BWV 105

Antonio Vivaldi
Violinkonzert in C-Dur „Per la Solennità di San Lorenzo“, RV 556

Georg Friedrich Händel
Qual nave smarrita (Radamisto, HWV 12)
Furibondo spira il vento (Partenope, HWV 27)
Wassermusik in F-Dur, HWV 348